Barkas Bus / Kasten Grundlagen
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Die Barkas Schwungradautos sind die wohl am längsten produzierten Plastikmodelle von Anker. Den Produktionszeitraum schätze ich von Anfang der sechziger (1961-1965) bis zur Wendezeit (1990-1991).
Die ersten Modelle besaßen noch einen Uhrwerksantrieb mit seitlichem Schlüsselaufzug, später dann ein Schwungrad aus Metall (später auch aus Plastik).
Zuerst jedoch einmal die Varianten in der Übersicht: 

Variante A Variante B Variante C

Bild 1 Bild 2 Bild 3


Variante A: (Bild 1)


Diese ersten Modelle gibt es als Kastentransporter und als Fensterbus. Sie besitzen durchweg einzeln angebrachte Stoßstangen und Blinker, ein einzeln aufgesetztes Dach und eine über den nach vorn rausgeführten Hebel zu bedienende Lenkung. (Bild 5)
Diese Hebellenkung ist auch auf den Verpackungen zu sehen.
Als Antrieb dienen hochkant eingebaute "Uhrwerke" (Bild 6) mit Schlüsselaufzug von der Seite. Die zum Schlüsselaufzug gehörigen Unterböden sind noch aus glattem Plastik (Bild 7) ohne besondere Detaillierungen. Es gibt aber auch schon bei diesen alten Modellen Ausführungen mit Schwungradantrieb. (Liegt mir leider noch nicht vor)
Bei der Schwungradausführung besitzt der Unterboden schon eine leichte Struktur. Gemeinsam haben alle Modelle der Variante A die schwarzen schmalen Plastikräder (Bild 8). Der Kühlergrill hat an der oberen Kante (Bild 5) noch eine Lasche mit ausgestanzt. Die "Lasche" soll die Kühlwassereinfüllöffnung darstellen. Diese wanderte beim Original ca. 1965 an eine andere Stelle, daher meine Vermutung zum Zeitraum des Produktionsstarts.
Die Variante A besitzt noch kein Kennzeichen.
(Bild 9).

Bild 5 Bild 6 Bild 7 Bild 8 Bild 9


Variante B: (Bild 2)

Diese Ausführung gibt es auch als Kastentransporter und als Fensterbus. Die Stoßstangen sind hier mit der Grundplatte (Bild 11) verbunden. Es gibt Ausführungen mit und ohne eingesetzte Blinker (Bild 10), alle Ausführungen der Variante B besitzen jedoch ein aufgesetztes Dach, ein Blechkühlergrill und ein hinteres Kennzeichen (OL 76-17 oder ODA 5-31) (Bild 14).
Die Lenkung ist auch hier über einen Hebel zu bedienen, der allerdings nicht von vorn sondern von unten zugänglich ist (Bild 11). Die Variante B wurde über einen langen Zeitraum gebaut, daher gibt es auch 2 verschiedene Radausführungen (Bild 12+13) und zahlreiche Antriebe.

Bild 10 Bild 11 Bild 12 Bild 13 Bild 14

Hier die verschiedenen Antriebe. Im (Bild 15) sehen Sie die Ausführung mit Schlüsselaufzug. Dieses Schwungrad wird vom Fahrzeugboden aus aufgezogen. Im (Bild 16) sehen Sie die Ausführung mit Schwungrad aus Metall und im (Bild 17) die Ausführung mit dem weit verbreitetem Schwungrad aus Plastik.
Sehr selten gibt es auch eine Ausführung ohne Schwungrad mit einfacher Steckachse. Hierzu wurde der Unterboden das Plastikschwungrad genommen und 2 Ösen für die Achse angegossen. (Bild 18)

Bild 15 Bild 16 Bild 17 Bild 18


Variante C: (Bild 3)

Bei dieser Ausführung wurde das gesamte Oberteil überarbeitet. Der B1000 wird nur noch als Fensterbus produziert, Dach und Karosserie bilden hierbei ein Gussteil. Das Dach trägt nun eine angedeutete Dachluke. Es gibt 2 Verschiedene Unterböden (Bild 19+20), 3 verschiedene Kennzeichen (Bild 21) und ein Plastikschwungrad (Bild 17).
Die ersten Modelle der Variante C besitzen ein Blechkühlergrill und später ein in die Form eingearbeitetes Grill. Als Räder kam nur die neue Ausführung zum Einsatz (Bild 23). Die Lenkung ist jetzt direkt an der Achse in 3 Richtungen einstellbar.

Bild 19 Bild 20 Bild 21 Bild 22 Bild 23


Verpackungen:

Im wesentlichen gleichen sich die Verpackungen bis auf die Beschriftungen. Die alten Barkasmodelle "Variante A" gehören ausschließlich in der ersten Schachtelausführung mit dem "Anker Spielzeug" Aufdruck (Bild 24).
Die "Variante B" war Anfangs in den Schachteln mit "Piko" Logo
(Bild 25) später auch in den normalen Anker Schachteln ohne den "Anker Spielzeug" Aufdruck (Bild 26).
Die "Variante C" gehört ausschließlich in die Anker Schachtel
(Bild 26).

Von oben nach unten jeweils eine Schachtel.

Bild 24 Bild 25 Bild 26